Das „Theater der Jungen Welt“ in Leipzig schrieb im Oktober 2015 anlässlich seines Todes:
„…. Der am 14. März 1927 in Dortmund geborene Krückeberg studierte ab 1946 an der Hannoverschen Schauspielschule. Von 1952 bis 1958 war er Assistent des Leiters der Schauspielabteilung, von 1972 bis 1989 Professor für Szenische Arbeit und Bewegungsgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Heinz W. Krückeberg stand auf den Bühnen von Hildesheim, Hannover und Bielefeld und spielte in den ersten Jahren der Intendanz von Jürgen Zielinski (seit 2002) am Theater der Jungen Welt in Leipzig. 2003 trat er unter der Regie von Jürgen Zielinski in dem Monologstück „Unser Dorf soll schöner werden“ von Klaus Chatten auf. Die Inszenierung wurde zu den Bayerischen Theatertagen eingeladen. Der seinerzeit „älteste Jugendtheaterschauspieler Deutschlands“ war wie der Kölner „Tatort-Kommissar“ Dietmar Bär ein Pate (eine Art Botschafter) des TdJW.
Einem breiteren Publikum bekannt wurde Krückeberg durch den Fernseh-Vierteiler „Der große Bellheim“ (1993) und durch die Rolle des Walter Backhaus, den er von 1998 bis 2000 in der Fernsehserie „Lindenstraße“ spielte. Krückeberg wirkte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, unter anderem im „Tatort“, in „Wilsberg“ und zuletzt 2013 an der Seite von Dieter Hallervorden in „Sein letztes Rennen“. …“
***
Unvergessen bleibt für uns auch seine Rolle in dem Musical „Nullvier – Keiner kommt an Gott vorbei“, ein Fußball-Musical, das anlässlich des 100. Geburtstages des FC Schalke 04 im Mai 2004 im Musiktheater im Revier uraufgeführt wurde und vom damaligen Manager Rudi Assauer in Auftrag gegeben wurde.
Wir vermissen Dich, Krücke!

© Thekla Ehling
- 1927 in Dortmund geboren • am 12. September 2015 in Elze gestorben
